27.05.2026
Aus dem Netzwerk heraus gegründet: Drei commendIT-Mitglieder bringen Ordnung in den KI-Wildwuchs
KI ist in aller Munde. Aber in den meisten Unternehmen herrscht organisiertes Chaos. Mitarbeiter nutzen, was sie kennen. Datenschutz? Oft Nebensache. Strategie? Fehlanzeige. Drei Mitglieder aus dem commendIT-Netzwerk haben das aus erster Hand erlebt und entschieden, das Problem selbst zu lösen. Mit der KI-Plattform AuxData.ai.
Es gibt einen Satz, der im Gespräch mit Unternehmern seit etwa zwei Jahren immer häufiger fällt: „Unsere Leute nutzen alle irgendwas, aber niemand weiß genau, was." Gemeint ist der Einsatz von KI-Tools: ChatGPT hier, ein Bildgenerator dort, irgendwo ein Übersetzungsassistent. Jeder macht etwas anderes, eine unternehmensweite Strategie fehlt. Und was mit den eingegebenen Daten passiert, etwa ob ein US-amerikanisches Modell damit trainiert wird, darüber denken die wenigsten nach.
Wolfgang Graßhof, Frank Söder und Walter Obholzer kennen diese Realität gut. Alle drei bringen umfangreiche Erfahrungen aus IT, Datenmanagement und Mittelstandsberatung mit und sind seit Jahren Teil des IT-Netzwerks commendIT e.V. Sie wissen, wie es in den Firmen zugeht, und haben beobachtet, diskutiert, experimentiert. Und irgendwann kamen sie zu dem Schluss: Reden reicht nicht mehr.
Vom Netzwerkgespräch zur GmbH in weniger als einem Jahr
Die Geschichte der Auxdata Space GmbH beginnt, wie so viele gute Gründungsgeschichten: Wolfgang Graßhof stand nach einer beruflichen Zäsur vor der Frage, in welche Richtung er weitergehen wollte. Ein neues Feld erforschen, das war der Impuls. Im Gespräch mit Walter Obholzer kristallisierte sich schnell heraus, dass beide in dieselbe Richtung dachten. Ein commendIT-Arbeitskreis zum Thema Künstliche Intelligenz entstand.
Was zunächst wie eine klassische Netzwerkinitiative aussah, entwickelte sich in bemerkenswertem Tempo weiter: Im Februar 2025 führten die Beteiligten erstmals ernsthaftere Gespräche über eine gemeinsame Gründung. Im August 2025 – keine sechs Monate später – war die Firma bereits eingetragen.
„Die Gründungsphase war anstrengend", räumt Walter Obholzer im Rückblick offen ein. Finanzamt, Verträge, gesellschaftsrechtliche Details – der bürokratische Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Was das Projekt am Leben hielt: das gegenseitige Vertrauen. „Wenn wir uns nicht so gut gekannt hätten, wäre das hier vielleicht gestorben", so die ehrliche Einschätzung des Vertriebsprofis. Ein Satz, der viel über die Natur von Gründungen sagt, und über den Wert eines funktionierenden Netzwerks.
Klare Rollen statt Kompetenzgerangel
Ein häufiger Stolperstein bei Mehrgründer-Konstellationen ist die Frage: Wer macht was? Bei der Auxdata Space GmbH scheint diese Frage frühzeitig und konsequent beantwortet worden zu sein. Die Aufgabenteilung ist klar strukturiert: Frank Söder, der mit seiner Firma Kutzschbach INNOVATIONS seit über 40 Jahren KMU als IT-Lösungsanbieter mit ganzheitlichen IT-Konzepten begleitet, und Walter Obholzer übernehmen zusammem mit ihren Teams die Distribution an Partner. Zudem vertreiben sie die Lösungen an Endkunden samt Implementierung der KI-Agenten. Wolfgang Graßhof verantwortet Produkt, Technik und Entwicklung; er ist der technische Kopf hinter der KI-Plattform. Inzwischen sind weitere Partner hinzugekommen, denn das Geschäftsmodell setzt bewusst auf Multiplikatoren.
Über 50
KI-Modelle
DSGVO-
konform
Geführte Prompts
Das löst AuxData.ai
Wer mit IT-Entscheidern im Mittelstand spricht, hört immer wieder dasselbe: „Wir wollen was mit KI machen, aber wir wissen nicht, womit wir anfangen sollen." Das ist nicht Unwissenheit, sondern eine rationale Reaktion auf einen unübersichtlichen Markt. Es gibt Hunderte von KI-Tools. Kaum ein Unternehmen hat eine interne KI-Strategie und Richtlinien fehlen. Und was erlaubt ist und was nicht, das ist in den meisten Firmen ungeklärt.
Hinzu kommt ein weiteres Problem: Datenschutz. Wer kostenlose oder günstige KI-Tools einsetzt, zahlt oft mit seinen Daten. Viele Mitarbeiter geben dabei sensible Unternehmensinformationen in Systeme ein, die außerhalb des europäischen Rechtsrahmens operieren, ohne sich dessen bewusst zu sein.
AuxData.ai setzt genau hier an. Die Plattform ist kein weiteres KI-Tool, sondern eine zentrale Oberfläche, die Ordnung in die KI-Nutzung im Unternehmen bringt:
- Über 50 KI-Modelle, darunter ausdrücklich auch deutsche Modelle, stehen zur Verfügung. Je nach Aufgabe wählt die Plattform automatisch das passende Modell aus.
- DSGVO-Konformität ist kein Marketing-Versprechen, sondern technische Realität: Bei datenschutzrelevanten Abfragen werden US-amerikanische Modelle automatisch ausgeschlossen, das Hosting erfolgt in Deutschland.
- Geführte Prompts nehmen Nutzern die Unsicherheit: Statt einer leeren Eingabemaske führt die Plattform durch strukturierte Fragen zum richtigen Ergebnis; ein entscheidender Unterschied zu generischen Lösungen wie ChatGPT.
Die Abrechnung erfolgt transparent über Token. Jede Abfrage ist nachvollziehbar und kalkulierbar. Die Ergebnisse bleiben gespeichert und sind weiter abrufbar.
Von der Praxis für die Praxis: Was AuxData.ai im Alltag kann
Was sich abstrakt anhört, wird im Praxisbeispiel greifbar. Die Plattform bietet zwei Arbeitsmodi: ein Cockpit, ähnlich dem bekannten ChatGPT-Interface, und einen Agentenmanager für prozesshafte Abläufe wie beispielsweise die Rechnungsprüfung per Workflow-Engine: Angebot und Rechnung werden hochgeladen, automatisch verglichen und Abweichungen angezeigt. Der Umgang mit Abweichungen lässt sich als Prozess definieren.
Mit Dagobert, dem Vertriebs-Agenten, werden Öffentliche Ausschreibungen automatisch mit dem eigenen Portfolio abgeglichen. Das System bewertet, ob eine Ausschreibung überhaupt relevant ist und spart damit wertvolle Recherchezeit. Die KI-Automatisierung bietet auch im Bereich HR und Personalentwicklung spannende Anwendungsfälle: Der Azubi-Bot etwa bereitet Wissen zur Prüfungsvorbereitung auf und unterstützt so die Lehrlinge.
Klassische Einsatzfelder wie Wissensmanagement (vergleichbar mit einem Firmen-Wiki), Textbearbeitung, Bildgenerierung, Marketing-Slogans und interne FAQs sind integriert – das Angebot wurde bewusst breit gehalten, denn die Gründer wissen: KI muss mehr können, als nur chatten.
Ein nüchterner Blick auf die KI-Realität
Was die drei IT-Profis von vielen Marktteilnehmern unterscheidet, ist ihr ungeschminkter Blick auf die Realität der KI-Integration im Mittelstand. Keine rosigen Versprechen, kein Tech-Hype. Stattdessen eine klare Diagnose: KI spart Zeit. Aber nicht sofort. Wer die falschen Tools einsetzt oder nicht richtig promptet, verliert zunächst einmal Zeit. Und: Viele Unternehmen sind heute noch nicht bereit, ernsthaft in KI zu investieren. Das ist eine Marktrealität, der sich die Gründer stellen.
Ihr Ansatz: AuxData.ai so zugänglich und praxistauglich zu machen, dass der Einstieg keine hohe Investitionsbereitschaft voraussetzt. Plug & Play statt monatelanger Implementierung. Keine KI-Expertise erforderlich. Die Plattform erklärt sich selbst über die geführten Prompts.
Was das für commendIT bedeutet
Dass drei Mitglieder des Netzwerks gemeinsam ein Unternehmen gründen, ist mehr als eine schöne Anekdote. Es ist ein Beleg für das, was commendIT seit Jahren leistet: echten unternehmerischen Mehrwert durch Vernetzung. Nicht Netzwerken als Selbstzweck, sondern als Katalysator für Ideen, die sonst nicht entstehen würden.
Die Auxdata Space GmbH wäre ohne commendIT vermutlich nie gegründet worden. Das Vertrauen, das die Basis jeder Gründung ist, wurde hier im Netzwerk aufgebaut – über gemeinsame Events, Arbeitskreise und Gespräche. Wer dabei sein und erleben will, welche Impulse aus dem Netzwerk entstehen, findet bei commendIT den richtigen Rahmen.
Mehr Informationen zu Auxdata Space GmbH unter auxdata.ai.